Antrag: Wildschönauer Straße neu

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Die Wörgler Grünen lehnen aus nachstehenden Gründen jedenfalls die derzeit in Planung befindliche Variante „Talerschließung Wildschönau über Zufahrt ÖAMTC“ ab.

Mit dieser Variante besteht die Gefahr, dass eine Talerschließung der Wildschönau quer durch dichtes besiedeltes Stadtgebiet (Autobahnausfahrt neu, bauende und bereits projektierte Autobahnausfahrt Wörgl Mitte – KR Martin Pichler-Straße – Madersbacherweg bzw. Mitterhoferweg – Pacherstraße – Kreuzung Schulzentrum und weiter neue Variante Zufahrt Wildschönau), vorbei an kommunalen Einrichtungen wie dem Seniorenheim, dem Kindergarten sowie dem Schulzentrum geschaffen wird.

Ausserdem wird mit dieser Variante das letzte in Wörgl befindliche Naherholungsgebiet im Süden der Stadt zerstört bzw. jedenfalls sehr stark abgewertet.

Ausserdem ist derzeit völlig unklar – in Ermangelung diverser Messungen und Verkehrszählungen – wie sich diese Zufahrtsvariante tatsächlich auf eine Verkehrsminderung auswirkt bzw. inwieweit der nach Osten fahrende bzw. aus Osten kommende Verkehr nicht die verbleibende alte Wildschönauer Straße nutzt, sodass defacto zwei Zufahrtsmöglichkeiten ins Hochtal gegeben sind. Der Argumentation, wonach eine Talerschließung quer durch die Stadt durch ein entsprechendes Leitsystem verhindert werden soll, ist entgegenzusetzen, dass weder nachvollziehbar noch irgendwie glaubhaft ist, durch ein Leitsystem welcher Art auch immer zu verhindern, dass Verkehrsteilnehmer die kürzeste Route wählen. Zudem soll durch ein Leitsystem der gesamte in die Wildschönau fahrende Verkehr über die Autobahnausfahrt Wörgl-West umgeleitet werden womit sich wiederum die Frage ergibt, inwieweit die Strecke Autobahnausfahrt Wörgl-West – Einbindung neue Trasse ÖAMTC ein weiteres erhebliches Verkehrsaufkommen schlucken kann.

Zudem entspricht die derzeit geprüfte Variante weder den Kriterien der Nachhaltigkeit noch den Grundsätzen der LA 21, zumal ein Stadtteil nicht auf Kosten eines anderen verkehrs- beruhigt bzw. verkehrsbelastet werden soll. Zudem soll eine Landesstraße geschaffen werden, wobei die Kompetenzen von der Gemeinde auf das Land übergehen, und sohin auch defacto die Regulierungs- bzw. Mitspracherechte der Gemeinde in bezug auf tatsächliche Ausgestaltung (Unterflurtrasse!) nicht mehr gegeben sind.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass sich die Problematik „Wildschönauer Straße“ als Teil der gesamten Verkehrsmisere in Wörgl darstellt, die wiederum darauf zurückzuführen ist, dass es an einem Gesamtverkehrskonzept mangelt. Es wird seitens der Wörgler Grünen insbesondere die Forderung auf Erstellung eines Gesamtverkehrskonzeptes für das gesamte Stadtgebiet von Wörgl unter Miteinbeziehung regionaler Verkehrsfaktoren der Umlandgemeinden gestellt.

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