Stellungnahme: Verbauung Lechnergründe

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Zur derzeitigen Flächenwidmung betreffend die Lechnergründe als Gewerbegebiet. Im Falle einer Wohnbebauung müsste eine Umwidmung von Gewerbegebiet in Wohngebiet (bzw. Wohngebiet mit Sonderfläche grün) beschlossen werden. Nach den Berechnungen der Neuen Heimat ist geplant ca. 150 Wohnungen zu schaffen mit einer Baumassendichte von ca. 4,0 und gleichzeitig ein Teil dieses Grundstückes im Ausmaß von 5.000 m² zur Erhaltung des dort befindlichen Baumbestandes von der Bebauung freizuhalten. Aus nachstehenden Gründen sprechen sich die Wörgler Grünen gegen einen derartigen Gemeinderatsbeschluss aus:

Die Schaffung von 150 Wohnungen bedeutet, dass in absehbarer Zeit ca. 500 Personen direkt an die gerade neu errichtete Umfahrungsstraße (Hagleitnerstraße), zwischen Eisenbahntrasse, Egger Werken und Umfahrungsstraße angesiedelt würden. Damit würde eine selbe Situation wie seinerzeit entlang der Ladestraße geschaffen. Die Situation seinerzeit im Bereich der Ladestraße wurde ja nach jahrzehntelangen Protesten der Anrainer dahingehend bereinigt, dass man nunmehr die Hagleitnerstraße als Umfahrungsstraße konzipiert und errichtet hat. Würde man nunmehr einer Umwidmung der Lechnergründe unter der Prämisse der Errichtung von 150 Wohnungen zustimmen, so hätte man wohl aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt. Aus Sicht der Wörgler Grünen ist eine Wohnverbauung der Lechnergründe aus den genannten Umständen jedenfalls abzulehnen. Dies auch unter der Prämisse, dass eine Wohnverbauung auf der verbleibenden Fläche (falls 5.000 m² erhaltenswerter Baumbestand nicht verbaut wird) auf der Grundlage der beabsichtigten Baumassendichte von 4,0 (E+4) wohl jedenfalls zu einer Beeinträchtigung der Wohnqualität führen würde, und aus heutiger kommunalpolitischer Sicht die Schaffung weiterer – unattraktiver „Wohnsilos“ jedenfalls auch abzulehnen ist.

Nichts desto trotz ist das Grundstück 167/5 bzw. der darauf befindliche Baumbestand und die Artenvielfalt absolut schützens- und erhaltenswert. Zudem ist dieser Baumbestand eine durchaus sinnvolle und wertvolle Pufferzone zwischen den bestehenden Wohngebieten entlang des Angatherweges und dem Eggerwerk einerseits bzw. dem daran anschließenden Gewerbegebiet andererseits.

Die Wörgler Grünen stellen daher folgenden Antrag an den Wirtschaftsausschuss:

Die Gemeinde Wörgl möge mit dem Grundstückseigentümer des GSt. 167/5 in Verhandlungen treten, seitens der Stadtgemeinde Wörgl ein entsprechendes Anbot auf Erwerb oder langfristige Nutzung (Kauf, Tausch oder Pacht/Miete) dieses Grundstückes unterbreiten mit dem Ziel, dass der auf dem GSt. 167/5 in der Natur sich darstellende Ist- und Jetztzustand erhalten bleibt. Der Erwerb bzw. die Anpachtung/Anmietung dieses Grundstückes kann durch Erlöse, die die Stadtgemeinde Wörgl durch Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet erwirtschaftet, finanziert werden.

10GR 24/03/05 Antrag1

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