Bodenproben zur Feststellung der Öl-Kontamination

eingetragen in: Unsere Anträge

Die Entnahme repräsentativer Bodenproben zur Feststellung des tatsächlichen Ausmaßes der Öl-Kontamination in den betroffenen Hochwassergebieten sowie die Beurteilung derselben durch Umwelttechniker und Umweltmediziner.
Aus den daraus gewonnenen Ergebnissen sind entsprechende Maßnahmen wie:
Information und Aufklärung der Betroffenen
Korrekte Schadensbehebung
Erstellung eines Planes zur Vermeidung eines derartigen Gefahrenpotentials zu ergreifen.

Begründung:
Die in Wörgl aufgrund des Hochwassers ausgetretenen zigtausend Liter Heizöl verblieben zu einem großen Teil auf Wiesen, Ackerland und Gärten. Dem Sicherheitsdatenblatt der Österreichischen Mineralöl-Verwaltung ist zu entnehmen, dass „Heizöl leicht“ mit „Gesundheitsschädlich“ und „Umweltgefährlich“ eingestuft ist. Neben dem Verdacht auf krebserzeugende Wirkung, kann „Heizöl leicht“ demnach bei Verschlucken zu Lungenschäden und bei wiederholtem Kontakt zu Hautschäden führen. Ebenfalls wird auf seine Giftigkeit für Wasserorganismen verwiesen, die in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen zeigt. Daher steht unter „Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung“: „..Eindringen in Kanäle, Gewässer und Erdreich verhindern. Abschöpfen, umpumpen, aufsaugen, aufnehmen durch saugfähiges Material wie Sand, Erde oder Ölbindemittel – nach Maßgabe der behördlichen Vorschriften auf zugelassene Deponie verbringen oder verbrennen lassen.“ Die uneingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung der kontaminierten Flächen darf erst nach wissenschaftlicher Untersuchung und garantierter gesundheitlicher Unbedenklichkeit der Agrarprodukte freigegeben werden.

15GR 3/11/05 Antrag4

Schreibe einen Kommentar