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Die Bautätigkeit in den letzten 30 Jahren war enorm in unserer Stadt, das Ergebnis bestenfalls Mittelmaß, aber meist nicht mal das. Und so reiht sich die nunmehr geplante Verbauung des Fischerfeld-Areals nahtlos in die vertanen Möglichkeiten ein, der Stadt ein modernes, attraktives und zukunftsweisendes  Aussehen zu verleihen.
Den fehlenden Architektenwettbewerb und das verschenkte Servitut hätten wir noch verschmerzen können, aber dieses Projekt zeigt bereits vor Baubeginn einige, unserer Meinung nach gravierende Mängel. Beispielsweise muss die Brixentalerstraße mit der alleinigen Ein- und Ausfahrt zusätzlich ein hohes Verkehrsaufkommen schlucken. Außerdem werden Spielplätze für 84 Wohneinheiten am bisherigen „Stadtpark“ untergebracht, womit das schon klein bemessene Ausmaß eines der wenig verbliebenen grünen Ruheoasen für uns BewohnerInnen noch zusätzlich verringert wird.
Dass die Gemeindeführung es zulässt, dass auf dem Stadtpark-Servitut Spielplätze errichtet werden, die sich sonst am Grundstück der Wohnanlagen befinden hätten müssen, verwundert nach dem Verschenken des Servituts (das nach 50 Jahren samt vertraglich gesicherter Baulandwidmung an die WIST geht) keinen mehr. Genauso wenig ist es nachvollziehbar, dass auch im Townhaus2 im Erdgeschoss Autoabstellplätze errichtet werden sollen, da dies – wie schon beim Townhaus 1 – eine Verschwendung wertvoller Räumlichkeiten darstellt. Wie man die Musikschule und die Räumlichkeiten für die Stadtmusik, die ebenfalls auf dem Areal Fischerfeld errichtet werden sollen, finanzieren will, wurde uns von der Stadtführung bislang verschwiegen (vermutlich hat nicht mal die Stadtführung eine Ahnung wie das gelöst werden soll).
Zusammenfassend muss gesagt werden, dass man den Eindruck nicht los wird, dass mit der Verbauung des Fischerfeldes nur eine möglichst rasche, aber nicht die bestmögliche Gestaltung für die Stadt und ihre BewohnerInnen umgesetzt werden soll. Daher haben wir aus den oben genannten Gründen gegen den im letzten Gemeinderat vorgelegten Fischerfeld Bebauungsplan gestimmt.

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