In der Stadtkasse fehlen 16,6 Millionen Euro!

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Glaubt man den Darstellungen der Beraterfirma ICG, die die Finanzen unserer Stadt in den letzten Monaten auf Herz und Nieren geprüft hat, droht der Stadt die Insolvenz. Es fehlen 16,6 Millionen Euro in der Stadtkasse, die in den nächsten fünf Jahren eingespart werden müssen. Um einer Zwangsverwaltung nach Ablauf dieser Zeit zu entgehen, wurde durch diese Beraterfirma ein 95 Punkte umfassendes Konsolidierungspaket erstellt, das Einsparungen in Höhe von 7,8 Millionen Euro bringen soll.
7,8 Millionen von 16,6 Millionen. Somit bleibt eine Lücke von 8,8 Millionen Euro. Sollte dieser Plan wie vorgelegt umgesetzt werden, würde das heißen, dass die Insolvenz nur um ein paar Jahre verzögert, aber nicht abgewendet werden kann.
Wie seriös ist das? Was soll man von einem Plan halten, der bereits rechnerisch auf halber Strecke stecken bleibt? Dazu meint Gemeinderat Richard Götz: „Entweder stimmen die vorgelegten Zahlen oder der Konsolidierungsplan nicht. So wie es dargestellt wird, kann das Vorhaben, Wörgl auf gesunde finanzielle Beine zu stellen, keinesfalls funktionieren. Warum die oben genannten Zahlen so weit auseinander liegen wird uns die Frau Bürgermeisterin noch genauer erläutern müssen.“
Viele Punkte des Sparpaketes sind noch sehr vage formuliert und daher auch wenig aussagekräftig im Hinblick auf ihre Erfolgsaussichten. Bei anderen Punkten kann man ganz klar absehen, was es für die Wörgler Bürgerinnen und Bürger bedeutet, wenn das Sparpaket wie vorgeschlagen umgesetzt wird: Kürzung von Leistungen und Erhöhung von Gebühren in einem enormen Umfang.
„Mietzinsbeihilfe um 50 % reduzieren, Vereinssubventionen um 20% kürzen, Personal der Stadtverwaltung „optimieren“, Kindergartengebühren um 10 % erhöhen, Friedhofsgebühren erhöhen, Bastelbeiträge für Kinder nach oben anpassen, Hundesteuer um beinahe 50 % erhöhen und noch Unzähliges mehr wird die BewohnerInnen unserer Stadt hart treffen.