Abgeschmettert: Der Traum aller Kleinkind-Eltern

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Die Mitarbeiter/innen der Wörgler Kinderbetreuungseinrichtungen leisten sehr gute Arbeit. Und manche setzen sogar noch eins obendrauf: Eine private Initiative in Bruckhäusl wollte einen Bauernhof-Kindergarten ins Leben rufen. Über die herkömmlichen Rahmenbedingungen eines Kindergartens hinausgehend, sollte dort den Kindern der naturnahe Lebensraum näher gebracht werden. Expert/innen sind sich einig: Wenn sich Kinder mit Pflanzen von der Aufzucht bis hin zur Ernte von Gemüse und Obst beschäftigen, sich um Tiere kümmern und Ausflüge in den nahe gelegenen Wald zu unternehmen, trägt dies wesentlich zu einer zusätzlichen Förderung unseres Nachwuchses bei.

Die Finanzierung durch das Land Tirol war bereits gesichert, alle Absprachen bezüglich der genauen Unterbringung, der Pachtverträge usw. schon getroffen. Es gab nur ein Problem: Ein fehlender Kanalanschluss hätte von der Stadt finanziert werden müssen, denn dafür reichten die Landesmittel nicht aus. Der Wörgler Sozialausschuss lobte das moderne und innovative Vorhaben und befürwortete – in Kenntnis der noch fehlenden Finanzspritze – diese Einrichtung. Der Traum vieler Eltern schien wahr zu werden: Ihr Kind könnte in einer nachhaltigen Betreuungseinrichtung auf einem Bio-Bauernhof untergebracht werden. Ganzjährig geöffnet und sogar mit flexibel buchbaren Nachmittagen. Obwohl das Konzept noch nicht mal offiziell beworben worden war, lagen schon mehr Anmeldungen als für die geplanten 20 Plätze vor. Doch dann der Paukenschlag: Der Stadtrat sprach sich hinter verschlossenen Türen dagegen aus, mit der Begründung, dass die Kosten für den Kanalanschluss oder einer Kleinkläranlage nicht getragen werden könnten. Die Verantwortlichen wurden mit einer knappen E-Mail der Bürgermeisterin über das Aus informiert. Kleiner Hinweis am Rande: Die für das Komma geplante Raucherterrasse kostet kaum weniger

Iris Kahn | Wörgler Grüne