Wave – eine Geschichte!

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Das Wörgler Freibad Wave sorgte bereits vor seiner Eröffnung im Jahre 2003 für heftige Diskussionen bei Bevölkerung und Politik. 

Zu groß, zu teuer, zu schattig, das Freibad zu kleinund vieles anderes mehr waren die Kritikpunkte. Das führte sogar soweit, dass eine „Anti Wave-Initiative“ gegründet wurde, die mit dem Slogan “wir wollen unser altes Bad zurück“ für Aufregung und gehörigen Wirbel in der Stadt sorgte. Heute, 16 Jahre später ist das Wave eine Art Institution in Sachen Tiroler Erlebnisbädern. 

Eine sehr attraktive Saunalandschaft als Highlight, ein ansprechendes Hallenbad, ein stark frequentiertes Sportbecken und der leider etwas zu klein geratene Freibadebereich ziehen tausende Besucher aus Nah und Fern in das Erlebnisbad „Wörgler Wasserwelten“. Man möchte meinen eine Erfolgs Story. Wäre es auch, wenn da nicht die leidigen Finanzen wären, die das Erlebnisbad ordentlich ins Schwimmen bringen. Der laufende Betrieb finanziert sich zwar vorwiegend selbst, aber Kreditrückzahlungen von jährlich ca. € 800.000, -, Attraktivierungen und Renovierungen müssen zu 90% von der Stadt Wörgl getragen werden. Der Kardinalfehler bei der Finanzierung war sicherlich der, dass man die zu erwartenden finanziellen Belastungen (kein Erlebnisbad in Österreich finanziert sich selbst) nicht breit genug verteilt hatte. Das ganze Unterland und da im speziellen der Tourismus profitiert von dieser Einrichtung, nur, erhalten und betreiben muss Wörgl das Wave faktisch allein. Vernünftig wäre, einen Betreiberverband aus Gemeinden und Tourismusverbänden zu gründen und sich so die finanzielle Belastung aufzuteilen. 

Zusammenfassend: Das Wave ist für viele Erholungssuchende ein Erlebnisbad so wie sie es sich vorstellen: Modern und attraktiv. Leider aber auch für viele Wörglerinnen und Nörgler schlichtweg zu teuer und für die Stadt ein Fass ohne Boden das noch viele BürgermeisterInnen ins Schwitzen bringen wird.

Richard Götz