Die Coronakrise und der Klimawandel

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Es ist keine große Überraschung, dass sich der Stillstand der letzten Wochen positiv auf unsere Umwelt ausgewirkt hat. Wie schnell sich die Natur regeneriert ist erstaunlich! Beinahe täglich berichten Experten in verschieden Medien, wie sich unerwartete Naturschauspiele zutragen, die in den letzten Jahren, in diesem Ausmaß nicht zu beobachten waren.
So schlimm dieser Ausnahme-Zustand auch sein mag, es ist auch eine „Verschnaufpause“ für unseren Planeten – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und jetzt liegt es an uns: Lernen wir daraus, dass wir eine intakte Natur zum Überleben brauchen oder verfallen wir wieder in die alten, bekannten Muster?
Jede Gemeinde ist dazu aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten um die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern. Auch Wörgl!

In den letzten Monaten wurden dazu auch konkrete Gespräche mit Landesexperten geführt, es gab einen Nachhaltigkeits-Workshop, einen Vortrag zum Thema Verkehrsberuhigung für Wörgl, Vorschläge, Stellungnahmen, Gutachten und, und und ….  aber was nützt es, wenn nichts davon umgesetzt wird? Es ist eine mühsame, oder sogar unmögliche Aufgabe, unsere Stadt den neuen notwendigen ökologischen Maßstäben anzupassen.

Es gibt zwar bereits Arbeitsgruppen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen und es wurden durchaus kreative Ideen eingebracht, ja sogar gute Konzepte entwickelt, aber die anfängliche Euphorie ist leider mittlerweile wieder abgeflaut. Ein herber Rückschlag war das Projekt „Fußgängerzone Bahnhofstraße“ da sich Mitwirkende dieses Gremiums über Fakten, die sie teilweise selbst erarbeitet haben hinweg setzten und sich letztendlich dagegen aussprachen. Damit wurde für die nächsten Jahrzehnte diese einmalige Chance vertan. Von dieser großen Idee blieb wenig bis nichts übrig.
 
Alles in allem, ist der große Wurf in Sachen klimafreundlicher Verkehrspolitik für Wörgl bis dato noch im Dornröschenschlaf!

Richard Götz