Wave und das Ende von Bade- und Saunafreuden

eingetragen in: Allgemein

Realistisch betrachtet wird es in Wörgl, nachdem der erste Bagger im WAVE aufgefahren sein wird, mindestens fünf Jahre kein Freibad und keine Sauna geben. Babyschwimmkurse, Schulschwimmen, SeniorInnen Schwimmen sowie jeglicher weiterer Schwimmsport wird Geschichte sein.

Auch werden wir einen Bestandswert von vier Millionen Euro vernichtet haben und zusätzlich an die drei Millionen Schließungskosten bezahlen müssen. Die Altlasten in der Höhe von Euro 7,5 Millionen noch dazugerechnet sind wir schon bei einer Summe von 14,5 Millionen Euro.


Und wir haben immer noch kein Bad. Sollte es dann wider Erwarten doch ein Freibad bis 2027 geben, muss man mit einer Investition von Euro 6 – 8 Millionen kalkulieren. Das entsprechende Grundstück müsste zu all den Aufwendungen noch hinzu gerechnet werden.

Ein Verkauf des Wave-Grundstückes könnte einen Erlös von zwölf Millionen Euro erzielen und würde damit deutlich unter den Kosten liegen, die wir mit der Schließung der Wörgler Wasserwelten verursachen. Die Differenz zahlen dann die Wörglerinnen und Wörgler.

Die ganze Vorgehensweise macht einfach keinen Sinn: Das Wellenbecken um 500.000 Euro zu sanieren und beinahe im gleichen Atemzug die Schließung des Wave zu verkünden. 

Einer Schließung hätte man mit ernsthaften Bemühungen bezüglich einer breiten Beteiligung und Kooperation mit dem Land Tirol, den Umlandgemeinden und Tourismusverbänden entgegenwirken können.

Was bleibt ist die Frage:

„Wem nützt die Schließung und wer hat was davon?“ 

Der Wörgler Bevölkerung sicher nicht, die hat nämlich auf viele Jahre hin kein Freibad, geschweige denn ein Hallenbad. 

Wenn nicht noch etwas Unvorhergesehenes geschieht, bleibt nach dem finaziellen und planerischen Fiasko nur ein weiteres trauriges Kapitel der Geldvernichtung und des Totalversagens der Politik.

Wer trägt die Verantwortung? die Bürgermeisterin Wechner, der EX-Bürgermeister Abler? Vom Anfang bis zum hastigen Ende war das Bauwerk wenig professionell.