egitz.jpgWahlversprechen: ein Wahlversprecher?

Es gehört wohl zum guten Ton in der Politik,
mit Wahlversprechen auf sich aufmerksam zu machen ... 
eventuelle Nichtwähler zu motivieren, oder Unentschlossene mit scheinbar erfüllbaren Verheißungen zum Wahlgang zu bringen. Ob die vormals leichtfertig gemachten Zugeständnisse einiger Politiker nach der Wahl verwirklicht werden können (oder wollen) sei natürlich dahingestellt, und so scheint jegliches Mittel recht, um auch noch den letzten Wähler anzusprechen. Bei diesen Versprechungen geht es meist um Geld: Steuersenkungen und monetäre Unterstützungen aber auch sonstige Zusagen wie mehr Lebensqualität, Hochwasserschutz oder ähnliches.

Jeder politisch engagierte Bürger, der bereits seit Jahren dieses immer wiederkehrende Phänomen verfolgt hat, kann eigentlich nur den Kopf darüber schütteln und sich wundern, dass diese leicht zu durchschaubaren Versprechungen aber doch immer wieder fruchten. Leider ist selbst der politikerfahrene Bürger immer noch manipulierbar und leicht zu lenken. Und dies weiß man auch seitens der Riege gewisser Politiker und nutzt jene menschliche Eigenschaft oft schamlos aus, nur um jede Stimme zu erhalten.

So sollte sich der kritische Wähler bei jeder anstehenden Wahl bewusst machen, ob diese vordergründigen Wahlzuckerl nicht zu schnell auf der Zunge zergehen und nur einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. In der Tat sind Gelder und sonstige Veränderungen leichtfertig zugesagt, doch eine Umsetzung plötzlich weit weg und dessen wird sich der Wähler erst dann bewusst, wenn es zu spät ist und alle Wahlversprechen sich als Wahlversprecher entpuppen.
In freudiger Erwartung der (beispielsweise) 822 versprochenen und noch zu pflanzenden Bäume verbleibe ich

Ihre

Mathilde Egitz

 
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