Die Stadttaube: viele lieben sie – viele hassen sie

Worum geht es?

Alle Stadttauben sind Nachkommen von verwilderten Haustauben und suchen die Nähe von Menschen – zum Futtersuchen und zur Eiablage. Diese Nähe führt oft zu Konfliktsituationen zwischen Stadttauben und Stadtbewohner:innen. Taubenkot auf Straßen, Autos und Häusern sind ein großes Ärgernis und dessen Entfernung ist meist mit hohen Kosten verbunden.
Durch Abwehrmaßnahmen (Spikes, Pasten/Gele, Netze, Greifvögel, Fang), Fütterungsverbote oder gar Tötungsmaßnahmen lässt sich die Taubenpopulationen langfristig nicht regulieren. Auch das Tierleid, das durch diese Maßnahmen häufig mitverursacht wird, lässt sich dadurch nicht aus der Welt schaffen. Der Konflikt Stadtmensch-Stadttaube ist auch in Wörgl häufig vorzufinden, sowie die dazugehörigen, überwiegend erfolglosen Tauben-Abwehrmaßnahmen.

Tierschutzgerechte, betreute Taubenbehausungen

Die nach dem sogenannte Augsburger Stadttaubenkonzept geführten Taubenbehausungen haben bereits in zahlreichen Städten für deutliche Entspannung des Konfliktes Mensch-Tier gesorgt.

Es ist ein tierschutzgerechtes Konzept zur Regulierung und Reduzierung der Stadttauben zum Wohle von Mensch und Tier. Die Stadt Augsburg betreibt mehrere betreute Taubenschläge im Stadtgebiet, in denen die Tauben versorgt und ihre Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden. Dieses Konzept könnte bei ordnungsgemäßer Ausführung auch in Wörgl zur Reduktion der Taubenpopulation führen. Gut geführte Taubenschläge verkleinern die Taubenpopulation deutlich, verringern somit auch die Kotbelastung und führen letztendlich zu einem besseren Zusammenleben von Mensch und Tier.


Eine Lösung für Wörgl?

Bereits 2019 stellten die Wörgler Grünen einen Antrag an den Gemeinderat, dass zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation an geeigneten Stellen Taubenschläge bzw. -türme errichtet und betreut werden. Leider hielt sich das Interesse der Stadtführung an einer tierschutzgerechten Lösung des Taubenproblems in Grenzen. Obwohl gesetzlich verpflichtet, gab es bisher weder Beratungen oder eine Abstimmung im Gemeinderat bezüglich des Antrags.

Wir lassen nicht locker und bringen den Antrag so lange ein, bis diese Tierschutzmaßnahmen endlich ergriffen werden.